Die Podcastin als Homemaker: Isabel Rohner und Regula Staempfli mit dem Informationsfreiheitsgesetz, mediale Leerstellen punkto Islamismus, Defund Amnesty International, absurdes Stella-Theater und grossen Sparvorschlaegen (feministischen Reformpaketen) und einer Hymne an Bonnie Tyler.

“Nichts gegen Hausfrauen, ja? Ist das klar? Die wollen gute Musik hören, wenn sie arbeiten. Und ich fühle mich geehrt, wenn sie mir zuhören.” Bonnie Tyler, walisische Sängerin und Musikikone, gestorben am 8. Juli 2026 mit 75 Jahren

Regula Stämpfli und Isabel Rohner würdigen Bonnie Tyler – und sie würdigen die Hausarbeit, die auch viele ihrer Hörerinnen erledigen, während sie dem sprechenden Denken von LaStämpfli und Rohnerin lauschen. 

Zum Thema Hausarbeit empfiehlt die Rohnerin ein lesens- und bedenkenswertes Interview ihrer 97-jährigen Freundin, der feministischen Ökonomin Elisabeth Stiefel im Kölner Stadtanzeiger: https://www.ksta.de/wirtschaft/unsichtbare-arbeit-was-einer-fast-100-jahre-alten-oekonomin-zur-deutschen-wirtschaft-auf-der-seele-liegt-1276698

Entbürokratisierung, ja bitte! Aber nicht auf Kosten der Bürgerrechte – sondern auf Kosten der Staatsanforderungen! Die Rohnerin erklärt: Die angekündigte Novellierung des Informationsfreiheitsgesetzes durch die deutsche Bundesregierung ist das Gegenteil von Entbürokratisierung! Hier sollen Rechtsansprüche von Bürgerinnen und Bürgern beschnitten werden. Gut, dass die Medien dies auch langsam thematisieren, wo sie die ersten Tage nach Verkündigung des 34-Punkte-Plans so sehr mit dem Ablenkungsthema “Krankschreibung ab dem 1. Tag” beschäftigt waren...

Ideologie versus Realität weiter: Regula Staempfli hat für das Reformpaket wunderbare Sparpläne. Abzuschaffen sind Ministerien, die der queer-Ideologie dienen, die Bürokratie aufblähen und ja: Die Regierung soll auch mal vor der eigenen Haustüre kehren. Gleichzeitig zeigt laStaempfli auf, wie wackelig und seltsam die gegenwärtige Regierung ist, verweist auf die Nicht-Wahl des Bundeskanzlers Merz, die durch eine Wahl, die im Ablauf der Regierungsgeschäfte so nicht vorgesehen war, mit Hilfe von grünen und linken Fraktionen, dann doch durchgedrückt wurde: Ein demokratischer Sündenfall, der bis heute seine Wirkung zeigt, u.a. auch in den sog. Reformpaketen, die keine Reformen, sondern ein Erziehungs- und Ausbeutungsprogramm der Bürger und Bürgerinnen ist, wenn frau denn genauer hinschaut. Ein anständiger Vorschlag, dazu den theoretischen Überbau und praktische Massnahmen, aufgeschaltet auf www.regulastaempfli.eu und X in Threads – die Ausführungen hören sich gut an, würden aber die Shownotes hier sprengen.

Das Berliner Ensemble in Berlin feiert Goethes feuchten Traum “Stella” aus dem Jahr 1775 als Beispiel für “Queere Liebe”. Warum? Weil “queer” nichts anderes heißt als “männerzentriert”. Achtet mal darauf! Ein Mann mit mehreren Frauen wird als hipp und “queer” gelabelt. Da freuen sich doch die Islamisten! Wie lange wird es dauern, bis auch deren Viel-Ehe-Konzepte von den verblendeten Menschen im Westen als innovativ und QUEER gefeiert werden? Und zwar voll auf Kosten der Frauen.

Amnesty International UK hat diese Woche einen Bericht über “A growing threat” veröffentlicht – wachsende Bedrohungen. Aber auch sie meinen damit nicht etwa die islamistische Gefahr für Demokratie und Frieden. Nein! Sie meinen damit Organisationen, die es wagen, sich für die Rechte von Mädchen und Frauen, von Lesben und Homosexuellen einzusetzen. Im Bericht werden u.a. die LGB Alliance, For Women Scotland oder auch ein privat finanziertes Frauenhaus als “growing threat” gebrandmarkt. Unfassbar. Und noch ein Grund – neben den antisemitischen Entgleisungen von Amnesty in den letzten Jahren – dieser Organisationen keinen einzigen Cent mehr zu spenden

Dann verweist laStaempfli auf die Leerstellen in der Berichterstattung über Islamismus und Geopolitik. Der Islamismus versteckt sich hinter immer neuen Begriffen. Gerade das schreckliche Beispiel der islamistischen Herrschaft im Sudan wird hinter Formulierungen schöngeredet. Hier einige Thesen dazu:

1. Der Krieg erscheint als militärischer Konflikt ohne ideengeschichtlichen Hintergrund.

Die RSF (in laStaempflis Verkürzung “die islamistischen Gewalttruppen” erscheint in Medienberichten wie eine “Miliz” unter vielen anderen Milizen. Aber warum sie entstanden ist, welche historischen, religiösen und politischen Traditionen sie mitprägt oder nutzt, bleibt offen und verfälscht dadurch die Urteilskraft.

2. Der Begriff “Islam” kommt praktisch nicht vor.

Dabei ist Sudan historisch und politisch tief durch islamische Herrschaftsgeschichte, islamische Eliten, Scharia-Regime und islamistische Bewegungen geprägt.

3. Omar al-Bashir wird lediglich als Diktator erwähnt.

Dass seine Herrschaft jahrzehntelang ausdrücklich islamistisch legitimiert wurde und Sudan zu einem Zentrum islamistischer Netzwerke machte, wird nicht erklärt.

4. Religion verschwindet hinter der Sprache von Milizen und Generälen.

Dadurch entsteht der Eindruck eines rein machtpolitischen Bürgerkriegs.

5. Die historische Expansion arabisch-islamischer Eliten in Darfur bleibt unerwähnt.

Gerade in Darfur gibt es seit Jahrzehnten Konflikte zwischen unterschiedlichen ethnischen und sprachlichen Gruppen, die auch mit der Geschichte arabischer Dominanz verwoben sind.

6. Die ideologische Sozialisation der bewaffneten Akteure wird ausgeblendet.

Milizen entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie sind häufig Produkte bestimmter Staats- und Herrschaftsmodelle.

7. Internationale Akteure werden genannt, kulturelle und religiöse Netzwerke dagegen kaum.

Saudi-Arabien, die Emirate und Ägypten erscheinen lediglich als geopolitische Unterstützer, nicht als Staaten mit jeweils eigenen religiösen und politischen Interessen.

8. Der Artikel beschreibt Gewalt hervorragend, erklärt sie aber kaum.

Das ist ein häufiges Muster moderner Konfliktberichterstattung: Akteure werden als Funktion beschrieben, nicht auf dem Hintergrund ihrer Ideologie entlarvt. Der eigentliche blinde Fleck ist nicht nur der Islamismus, sondern die Leerstellen, den Islamismus als politische und geopolitische Macht ernst zu nehmen.

Die Podcastin als Homemaker: Isabel Rohner und Regula Staempfli mit dem Informationsfreiheitsgesetz, mediale Leerstellen punkto Islamismus, Defund Amnesty International, absurdes Stella-Theater und grossen Sparvorschlaegen (feministischen Reformpaketen) und einer Hymne an Bonnie Tyler.

PS: Ein Hörer hat per Email laStaempfli auf einen Fehler hingewiesen: SPSS für Windows kostete 1996 nur ca. 700 Dollar, nicht die 24.000 Franken, die laStaempfli in der Die Podcastin erwähnt hat. Mit der Summe hat laStaempfli offensichtlich die gesamten Anfangskosten und den Aufwand beim Übergang in die Selbstständigkeit verwechselt. Nach so vielen Jahren vermischen sich Zahlen und Gefühl manchmal. Danke für den Hinweis!