#DiePodcastin trauert: Isabel Rohner und Regula Staempfli ueber Gewalt an Frauen, Deutschlands Bordell aequivalent mit Epstein. Erinnerung an Rita Süssmuth und den Mut zum feministischen Weitermachen.

“Da kann einer 30 Dummheiten von sich geben, er wird doch den Preis davontragen. Wegen seines Bartes.” Marie le Jars de Gournay (1565-1645), französische Schriftstellerin, Philosophin und feministische Pionierin.

#DiePodcastin trauert: Isabel Rohner und Regula Staempfli ueber Gewalt an Frauen, Deutschlands Bordell aequivalent mit Epstein. Erinnerung an Rita Süssmuth und den Mut zum feministischen Weitermachen.

Ganz zu Beginn weist Die Podcastin darauf hin, dass egal wie furchtbar Donald Trump ist, folgende Entscheide, die weltpolitische und demokratische Bedeutung haben, nicht geschehen wären und die die Welt für Frauen (und Männer) gerettet haben: 1. Wäre Kamala Harris Präsidentin geworden, die islamische Republik Iran hätte die Atomwaffe und die gesamte Welt den schlimmsten Horror. 2. Wäre Kamala Harris Präsidentin geworden, wären die israelischen Geiseln der Terrororganisation Hamas nicht frei. 3. Wäre Kamala Harris Präsidentin geworden, die Epstein-Files wären nie veröffentlicht. 4. Wäre Kamala Harris Präsidentin geworden, Männer würden im Frauensport alle Preise und Stipendien abräumen.

Epstein-Files:

Die Schrumpelgurke der Woche geht an SZ, Bild, Die Zeit, FAZ, RTL, Manager Magazin, Sky, Der Standard, Berliner Morgendpost, NZZ, Watson, Tagesspiegel u.v.m., die alle im Kontext des Kindermissbrauchsrings von Epstein und seinen mächtigen Schergen von “minderjährige Frauen” schreiben. MINDERJÄHRIGE FRAUEN! Gehts noch? 

Die Rohnerin führt die exzellente Theorie der Ent-Subjektivierung der Frauen an bei Epstein und beim WEF. Was auffällt: Die Täter kommen nie wirklich vor. Es ist eine Männer-Elite-Komplizenschaft, die sich auch nach Bekanntwerden der Vergewaltigungen gegenseitig schützt.

Epstein-Files: laStaempfli entwickelt den ganz neuen Dreh, den Vergleich zwischen Deutschland als Staat und Epstein als Privater, der ein Netzwerk von Gewalt an Mädchen und Frauen unterhält. Die parteipolitische Last auf Seiten von Labour, europäische Sozialdemokratie, Demokraten wiegt schwer. Die Geschichte rund um Epstein war lange eine Geschichte der Demokraten und deshalb wurden die Files nicht veröffentlicht. Nun haben die Demokraten Blut geleckt, lenken von sich ab und lenken auf Trump. Epstein wird zum politischen Machtpoker und einmal mehr verlieren die Frauen.

Pornokratie und sexuelle Gewalt. Pornografisierte Misogynie ist keine Ausnahme, sondern Schmierstoff der Macht.

Sexkauf, Pornokratie und die systematische Entzivilisierung

Pornokratie ist normalisiert. Deutschland macht als Staat mit der Prostitution was Epstein als Privatperson gemacht hat.

Empörung über Männer von Frauengruppen, die Sexarbeit propagieren: Bei Sexarbeit plappern die Idiotinnen von Freiwilligkeit, bei Epstein ist es dann sexuelle Gewalt. Die Dummheit, die Bigotterie solcher Positionen lässt meinen Kopf explodieren.

Pornokratie ist ein strukturelles Herrschaftssystem: In Deutschland systematisch von Staates wegen Menschenhandel, bei Epstein als Private Clubs Menschenhandel betrieben.

Frauen dürfen nie Mittel zum Zweck sein: Sex ist nicht mehr Liebe, sondern Pornokratie.

Die Pornokratie ist omnipräsent: Es geht im Spätkapitalismus um Konsum und Aufmerksamkeit, es gibt keine Leistung mehr. Und Ausbeutung wird nihilisiert, d.h. entmoralisiert. Pornokratie lebt genau von dieser Fiktion: „Das ist ihr Beruf.“ Das ist der Satz, der Gewalt in Konsens umetikettiert.

Deutschland hat keinen Schutz für Mädchen und Frauen mit den Gewaltbordellen und der Legalisierung von Sex, sondern ist Marktmanager geworden. Epstein war privater Manager auf den höchsten Etagen der Macht

Die Empörung über Epstein ist wichtig: So legitimiert sich Pornokratie nicht, das sollte die Lehre für Deutschland sein.

Pornokratie löscht den Bürgerstatus der Frauen auf und verwandelt diese in Sklavinnen auf Zeit gegen Geld.

Rita Süssmuth ist am 1. Februar 2026 im Alter von fast 89 Jahren gestorben. Für die Rohnerin Anlass, an die großen frauenpolitischen Errungenschaften dieser großen Politikern (1985-1988 erste Bundesfrauenministerin, 1988-1998 Bundestagspräsidentin) zu erinnern. Ihr und ihrem parteiübergreifenden Geschick verdanken wir Frauen in Deutschland u.a.:

die Erweiterung des Art. 3, Abs. 2 des Grundgesetzes um den Verfassungsauftrag: “Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”

Anspruch auf Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub

Anerkennung von Erziehungszeiten auf die Rentenversicherung

die deutliche Anhebung steuerlicher Kinderfreibetrag

dritter Weg in der Debatte um §218

Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe

Im Buch “100 Jahre Frauenwahlrecht. Ziel erreicht! … und weiter?” (Helmer Verlag) haben Isabel Rohner und Rebecca Beerheide Rita Süssmuth interviewt. Große Empfehlung!

Die grosse Rita Süssmuth mit Isabel Rohner mit dem gemeinsamen Buch: 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland, wie toll.

Hier die Buchempfehlung aus dem Iran: Nila. Auf den Strassen Teherans. Pfaueninselverlag, 2026.

Story zu Peter Mandelson see https://www.focus.de/politik/ausland/prince-of-darkness-epstein-naehe-von-parteikollege-stuerzt-starmer-in-tiefe-krise_8bda127f-3e5d-476d-82b8-cec3dd1763bf.html